Ok, das ist mal wieder ne Minimal Platte. Enttäuscht? Ich klicke in den ersten Track “Supernova” rein. Huch, ist eine Trance-Welle ausgebrochen? Glücklicherweise verschwindet die spacige Fläche nach 10 Sekunden und macht dem typischen Kopfnicker-Beat Platz. Sorgsam werden ein paar akustische
Einsprengsel drüber gestreut. Nach anderthalb Minuten macht das Stück Spass. Viel passiert nicht mehr, aber das ist in Ordnung. Alles in allem ein klassisches Produzentenstück, bei dem ich die ganze Zeit die Timeline des Musikprogramms Logic Audio vor meinem geistigen Auge habe. So geht’s auch weiter bei den anderen Stücken von Heinrichs & Hirtenfellner. Das ist eher so 22 to 24-Uhr-Musik, wenn’s noch nicht richtig voll ist oder wenn auf den Parkpartys gerade die Sonne untergeht. Mir fehlt die Kompression, der Druck hinter dem Ganzen. Vielleicht hätte etwas weniger Subtilität nicht geschadet. Andererseits: Ich hab mal mit Ritchie Hawtin in einer riesigen U-Boot Halle aufgelegt. Es war fast surreal, wie sich die reduzierten Klänge durch den Raum bewegten (was sicher auch an den Drogen lag) aber es kickte. Könnte mit den Tracks hier auch passieren.
(Highgrade)
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