Am 29. Januar, einem Donnerstag Abend, stand der kleine Floor der Maria unter dem Titel Molecule Rainbow ganz im Zeichen neuer Psychedelica und experimenteller Drone-Klänge. Wer jetzt erst mal an langweilige in sich selbst versunkene Frickler auf der Bühne denkt, hat die Lucky Dragons noch nicht live gesehen.
Das Projekt aus Los Angeles um Luke Fishbeck und Sara Rarah, zwei enthusiastischen und experimentierfreudigen Alleskönnern bzw. Allesmachern, eine herkömmliche Band zu nennen, wäre extrem vereinfachend. Mit selbst gebasteltem Equipment, einer erfrischenden Mischung aus Elektronik und akustischen Klängen und selbst kreierten Videos kann man die Lucky Dragons schon eher als ein Gesamtkunstwerk beschreiben, das wie gemacht ist für die Idee des Club Transmediale.
Bilder auf www.virb.com/luckydragons und www.hawksandsparrows.org
Und sie treiben das Spiel noch weiter: Nicht nur viele befreundete Künstler arbeiten an Sounds und Visuals mit. Auch das Publikum wird eingeladen bei den Konzerten aktiv mit zu musizieren und so Klang und Optik einer jeden Performance zu einem einmaligen Ereignis werden zu lassen. Im Interview beschreiben Sarah und Luke wie ihre Konzerte so aussehen, wie die selbstgebauten Instrumente funktionieren, die auf die Berührung des Publikums reagieren und ob sie von all dem eigentlich auch leben können. Außerdem könnt Ihr einen Mitschnitt ihres Konzertes auf der Transmediale im Sonett77-Player hören.
Wie darf man sich einen Auftritt der Lucky Dragons vorstellen? Warum habt ihr euch dafür entschieden, nicht wie die meisten anderen Bands auf einer Bühne zu spielen, sondern eure Konzerte im Zuschauerraum stattfinden zu lassen?
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Wie kann man sich die Rolle des Publikums beim Konzert vorstellen? Wie funktioniert dieses selbst gebastelte Instrument, das auf Berührung und Körperkontakt reagiert und auf dem ihr Konzertbesucher spielen lasst?
Eine kleine Dokumentation von Make a Baby
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Wie hat euch das Konzert heute Abend in Berlin gefallen? Wie hat das Publikum reagiert?
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Woher kommt euer Engagement, die herkömmliche strikte Trennung zwischen Publikum und Band aufzuheben? Langweilt ihr euch manchmal ein bisschen bei konventionellen Shows elektronischer Live Acts?
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Mit euren Viusals, den Performances und Workshops, die ihr außerdem veranstaltet, ist es schwer das Projekt Lucky Dragons in eine Schublade zu stecken. Würdet ihr eure Musik selbst überhaupt als elektronisch bezeichnen?
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Welche Rolle spielen die Visuals bei euren Liveauftritten? Werden sie auch durch das Publikum manipuliert, das eure Instrumente spielt?
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Wer versteckt sich hinter den Lucky Dragons? Wer sind die anderen Leute, die mit euch zusammen arbeiten, euch mit Bild- und Tonmaterial versorgen? Treten sie gelegentlich auch live mit euch auf? Wer ist alles auf euren Veröffentlichungen zu hören?
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Um mal übers Geld zu reden. Ihr stellt eure Musik im Internet unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung und erlaubt außerdem den gratis download euer Musik auf eurer Webseite. Kauft dann überhaupt noch jemand eure Platten?
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Könnt ihr von eurer Musik auch leben? Oder habt ihr sowieso verschiedene finanzielle Standbeine durch eure Aktivitäten in so vielen verschiedenartige Projekten?
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Das Interview führte Julia Schulze
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