Antony Hegarty von Antony & The Johnsons meinte mal, er hätte viel mehr Lust Tracks zu machen, bei denen ein Beat drunter ist und damit die Leute zum Tanzen zu bringen… Zeit verstrich. Und dann schlug „Blind“ ein wie eine Bombe. 2008 war Hercules And Love Affair plötzlich in aller Munde und Sänger Antony rockte endlich auf Beats das Publikum. Und das sahen die DJs auch so: wenn es 2008 ein Projekt gab, auf das sich alle einigen konnten, dann war es diese New Yorker Combo. Macher des Projekts ist indes der DJ & Produzent Andrew Butler. Co-Produzent ist Tim Goldsworthy der Mitbesitzer vom New Yorker DFA-Label.
Die Platte ist eine Hommage an die frühe House-Music a la Frankie Knuckles mit ganz, ganz viel Disco. Im minimal dominierten Berlin war dieses Album wie eine riesige goldene Diskokugel, die einen anlächelte und klarmachte: „Hey Guy, da draußen wartet wunderbare Musik auf Dich mit Herz und Romantik.” Eine Platte, die man endlich mal wieder durchhören konnte. Das ist Pop des 21. Jahrhunderts: Glitzer & Glam gepaart mit Electronica.
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