Kiko: Slave Of My Mind

Frankreich steht ja nun nicht erst seit gestern im Spotlight, wenn es um eine neue Musikrichtung oder auch wahlweise für die Errettung der gesamten Technokultur geht. Letztes Jahr war das natürlich nicht zuletzt dank solcher Produzenten wie Yuksek, SebastiAn, Teenage Bad Girl und Surkin.

Das es sich bei diesen Herren aber „nur“ um die Knospen eines ansonsten schon seit einigen Jahren prächtig wachsenden Baumes handelt, wird dabei oft genug gerne übersehen. Wirft man dann Namen wie The Hacker, Agoria, Oxia, Popof oder eben auch Kiko in den Ring, blitzt schnell die Erkenntnis auf: „Stimmt, die gibt’s ja auch noch!“.

Und letztgenannter – Kiko – hat nun seit zweites Album fertig produziert: “Slave To My Mind”. Anfänglich lässt Kiko die Zuhörer noch ein wenig im Unklaren über das, was da kommen wird – ein langes Intro voller verhallter Versatzstücke eröffnet das Album. Doch schon beim zweiten Track – gleichzeitig dem Titelstück des Albums – wird klar, wozu dieses Album produziert wurde: zum Tanzen!

Schöne Melodien, stark angelehnt an Vitalic, treffen auf atmosphärische Soundlandschaften und aufgepumpten Tech-House-Beats. Kikos Vorliebe zur Wave-Bewegung der 90er und zur Überschwänglichkeit der Italo-Disco ist auch schnell rauszuhören. Auch eigentlich eher reduzierte Stücke wie „Plaisir D’Ete“ bekommen dank gehörig geschwungener Electro-Peitsche ordentlich Schub. Aber es sind eindeutig die wunderschön verträumten Melodiebögen, die dieses Album zu etwas besonderem machen.

Zwar kommt Kiko ruhiger als Justice und Konsorten daher, die Resultate sind dabei aber nicht weniger energetisch. Nur schöpft Kiko seine Energie eben eher aus der Melancholie. Diese Stimmung führt er auch in den wenigen (insgesamt sind es nur 3 von 12 Stücken) Gesangsstücken fort. Die Sänger Naomman und Never Enough vermeiden es dabei, übertrieben pathetisch oder aufgesetzt zu klingen.

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Kiko: Slave To My Mind

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